
Laserreinigung für Karosserie und Restaurierung
Dünnes Karosserieblech verzeiht nichts. Wer eine Fünfzigerjahre-Karosse strahlt, riskiert Verzug, Beulen und eine Oberfläche, die anschließend mehr Spachtel braucht als vorher. Der Laser greift die Rost- oder Lackschicht an, ohne mechanisch auf das Blech einzuwirken – und er lässt sich auf den Quadratzentimeter genau begrenzen.
- Kein Strahlmittel im Falz und im Hohlraum
- Lagenweise abnehmbar – auf Wunsch nur bis zur Grundierung
- Auch an Teilbereichen einsetzbar, ohne die ganze Fläche anzufassen
Entrosten, ohne das Blech zu verziehen
Beim Strahlen trifft Masse mit Geschwindigkeit auf das Blech. Auf einem 0,8-Millimeter-Kotflügel bedeutet das Wärme- und Spannungseintrag, den man später sieht. Die Laserreinigung arbeitet berührungslos: Die Oxidschicht nimmt die Energie auf und löst sich, das Blech darunter bleibt in seiner Geometrie. Was der Rost bereits an Material gefressen hat, kommt allerdings zum Vorschein – Pittings und Durchrostungen werden nach der Reinigung deutlicher sichtbar als vorher. Das ist keine Nebenwirkung, sondern die ehrliche Bestandsaufnahme vor der Blecharbeit.

Entlacken bis zur gewünschten Schicht
Ein alter Lackaufbau besteht oft aus mehreren Schichten: Decklack, Füller, Grundierung, manchmal Zinkschicht oder KTL. Über die Parameter lässt sich steuern, wie tief abgetragen wird. Wer nur den Decklack herunter will und die intakte Grundierung behalten möchte, bekommt das – ein Strahlverfahren nimmt in aller Regel alles bis aufs Blech.
Anbauteile, Motorteile und Kleinteile
Scharniere, Halter, Träger, Motorkomponenten: Bauteile mit Gewinden, Passungen und Dichtflächen sind beim Strahlen heikel, weil Strahlgut in jede Öffnung wandert und Maße verändert. Trocken und ohne Medium entfällt dieses Problem. Auch das anschließende Auswaschen und Trocknen fällt weg.
Was der Laser hier nicht kann
Hohlräume, Falze und alles, was keine direkte Sichtlinie zum Scankopf hat, erreicht der Strahl nicht. Für die Innenseite eines geschlossenen Schwellers ist Laserreinigung das falsche Werkzeug. Bei einer kompletten Karosserie mit dickem, mehrlagigem Aufbau über viele Quadratmeter kann ein Strahlverfahren wirtschaftlicher sein – das sagen wir vor dem Auftrag, nicht danach.
Anwendungs-Check
Bauteil einschätzen lassen
Ein Foto und ein paar Angaben genügen. Sie bekommen eine Einschätzung, ob und wie Laserreinigung hier sinnvoll eingesetzt werden kann.
Fragen
Fragen zu dieser Anwendung
- Der Energieeintrag erfolgt in sehr kurzen Pulsen und die Schicht löst sich, bevor sich das Grundmaterial nennenswert erwärmt. Wie viel Wärme im konkreten Fall ankommt, hängt von Blechstärke und Parametern ab – deshalb wird das an einem unkritischen Bereich des Bauteils oder an einem Reststück geprüft, bevor die Fläche drankommt.
- Grundsätzlich ja. Ob es sinnvoll ist, hängt vom Aufbau ab: Bei dickem, mehrlagigem Lack auf großer Fläche ist der Zeitaufwand erheblich. Wir rechnen das anhand einer Musterfläche hoch und sagen Ihnen, ob sich der Weg lohnt.
- Für die Lackvorbereitung gelten die Vorgaben Ihres Lacksystems. Die Fläche ist nach der Bearbeitung trocken und frei von Reinigungsrückständen – welche Vorbehandlung Ihr Aufbau verlangt, entscheidet Ihr Lackierer.
- Blanker Stahl fängt an jeder Luft an zu fliegen, unabhängig davon, womit er freigelegt wurde. Planen Sie den Folgeschritt – Grundierung oder Konservierung – zeitnah ein.
Ihr Problem — unsere Einschätzung
Sie haben eine Oberfläche,
die gereinigt werden muss?
Schicken Sie uns ein Foto Ihres Bauteils oder Ihrer Oberfläche. Wir sagen Ihnen, ob Laserreinigung hier sinnvoll ist — und wenn ein anderes Verfahren besser passt, sagen wir auch das.
Eine Anfrage ist kein Auftrag.


