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Laser CleanGmbH

Was beim Reinigen
mit Laser passiert

Die Laserreinigung nutzt aus, dass unerwünschte Schichten Licht anders aufnehmen als das Material darunter. Rost, Lack, Ruß und Farbe absorbieren die eingebrachte Energie, erhitzen sich schlagartig und lösen sich von der Oberfläche. Blankes Metall reflektiert einen großen Teil derselben Energie – deshalb hört der Abtrag dort weitgehend auf, wo das Substrat beginnt.

Das Verfahren im Einsatz

Kontrollierter Abtrag auf einer Metalloberfläche

Der Laserkopf wird gezielt über die Fläche geführt. Die unerwünschte Schicht wird Bahn für Bahn abgetragen, während die darunterliegende Kontur erhalten bleibt.

Laserreinigung einer Metalloberfläche mit einem handgeführten Laserkopf

Aufnahme aus der praktischen Anwendung.

Die Stellschrauben

Vier Größen entscheiden über das Ergebnis

Es gibt keinen Parametersatz, der für alles passt. Die Kunst besteht darin, für Material und Schicht das Fenster zu finden, in dem die Schicht abgeht und das Substrat unbeeindruckt bleibt.

  • Pulsenergie

    Wie viel Energie ein einzelner Puls einbringt. Zu wenig, und die Schicht bleibt. Zu viel, und das Substrat nimmt es übel.

  • Frequenz

    Wie viele Pulse pro Sekunde auftreffen. Bestimmt zusammen mit dem Vorschub, wie dicht die Fläche abgearbeitet wird.

  • Pulsdauer

    Wie lange ein Puls wirkt. Kurze Pulse bringen die Energie in die Schicht, bevor Wärme in die Tiefe wandert.

  • Vorschub und Überlappung

    Wie schnell der Scankopf fährt und wie stark sich die Bahnen überlappen. Entscheidet über Gleichmäßigkeit.

So funktioniert es

Vier Schritte,
in dieser Reihenfolge

Der Laser trägt die unerwünschte Schicht ab, indem sie die eingebrachte Energie aufnimmt und sich löst. Wie viel abgetragen wird, entscheiden die Parameter – und die werden nicht geschätzt, sondern am Probestück ermittelt.

  1. 01

    Oberfläche beurteilen

    Material, Art und Dicke der Schicht, Zustand des Untergrunds und das gewünschte Ergebnis. Ein Foto reicht für die erste Einschätzung.

  2. 02

    Parameter am Probestück einstellen

    Leistung, Frequenz, Pulsdauer und Vorschub werden an einer kleinen Fläche eingestellt, bis das Ergebnis stimmt – bevor die eigentliche Fläche drankommt.

  3. 03

    Schicht abtragen

    Der Scankopf fährt die Fläche zeilenweise ab. Die gelöste Schicht wird direkt abgesaugt. Kein Strahlmittel, kein Wasser, keine Chemie.

  4. 04

    Ergebnis prüfen und übergeben

    Sichtprüfung gegen die freigegebene Musterfläche. Auf Wunsch mit Fotodokumentation für Akte, Gutachten oder Freigabe.

Der Unterschied

Nicht jede Oberfläche
braucht maximale Kraft.

Strahlverfahren sind gute Verfahren – auf der richtigen Oberfläche. Hier steht, wo das eine passt und wo das andere. Beide Spalten enthalten Nachteile, weil beide welche haben.

Laserreinigung

  • Berührungslos – nichts schleift oder schlägt auf die Oberfläche
  • Trocken, ohne Wasser und ohne Chemie
  • Kein Strahlmittel, also auch kein Strahlgut zu entsorgen
  • Selektiv: Schicht für Schicht statt alles auf einmal
  • Auf kleine, definierte Flächen genau begrenzbar
  • Sichtlinienverfahren – Hinterschnitte und enge Hohlräume erreicht der Strahl nicht
  • Bei sehr dicken Aufbauten auf großer Fläche zeitaufwendiger als Strahlen

Strahlverfahren

  • Sehr schnell auf großen, robusten Flächen
  • Erreicht auch Bereiche, die keine direkte Sichtlinie haben
  • Das Grundmaterial wird je nach Verfahren mitbeansprucht
  • Strahlmittel fällt an und muss entsorgt werden
  • Abdeckung und Rückhaltung nötig, besonders im Bestand
  • Auf dünnem Blech und weichem Stein schwer zu dosieren

Manche braucht maximale Präzision.

Grenzen des Verfahrens

Wann Laserreinigung
nicht die Antwort ist

Vier Fälle, in denen wir abraten oder zumindest vorher warnen. Wer das erst nach der Rechnung erfährt, hat zu Recht schlechte Laune.

  • Der Strahl braucht Sichtlinie

    Was der Scankopf nicht direkt sieht, wird nicht gereinigt. Hinterschnitte, enge Hohlräume und Spalten sind mit Laser nicht oder nur mit hohem Aufwand erreichbar.

  • Helle und reflektierende Schichten sind schwieriger

    Der Abtrag beruht darauf, dass die unerwünschte Schicht die Energie aufnimmt. Stark reflektierende oder sehr helle Schichten tun das schlechter. Ob es funktioniert, entscheidet das Probestück, nicht der Prospekt.

  • Große Flächen mit dickem Aufbau

    Bei mehreren Quadratmetern mit dickem, mehrlagigem Lack kann ein Strahlverfahren wirtschaftlicher sein. Wir sagen das, bevor Sie den Auftrag erteilen.

  • Vorschaden bleibt Vorschaden

    Der Laser trägt ab, er baut nicht auf. Narben, Pittings und Materialverlust, die vor der Reinigung entstanden sind, werden danach sichtbar – oft deutlicher als vorher.

Materialien

Worauf sich das Verfahren anwenden lässt

Die Liste ist keine Zusage, sondern der Ausgangspunkt für die Probe. Je empfindlicher das Material, desto wichtiger wird das Prüfstück.

  • Stahl
  • Guss
  • Edelstahl
  • Aluminium
  • Buntmetalle
  • Werkzeugstahl
  • Sandstein
  • Kalkstein
  • Ziegel und Mauerwerk
  • Beton und Terrazzo
  • Holz
  • bestimmte Kunststoffe
  • GFK

Der Sicherheitsteil: Laserreinigung findet in einem abgesperrten Bereich statt. Bei Arbeiten in Ihrem Betrieb oder im öffentlichen Raum gehören Absperrung, Zutrittsregelung und Abstimmung mit Ihrer Arbeitssicherheit zur Vorbereitung – das klären wir vor dem Termin, nicht währenddessen.

Fragen

Häufige Fragen

  • Bei passend eingestellten Parametern bleibt das Grundmaterial weitgehend unbeschädigt – dafür wird die Einstellung vorher an einem Probestück oder einer Musterfläche ermittelt. Genau deshalb steht dieser Schritt bei uns immer vor der Fläche.

Ihr Problem — unsere Einschätzung

Sie haben eine Oberfläche,
die gereinigt werden muss?

Schicken Sie uns ein Foto Ihres Bauteils oder Ihrer Oberfläche. Wir sagen Ihnen, ob Laserreinigung hier sinnvoll ist — und wenn ein anderes Verfahren besser passt, sagen wir auch das.

Eine Anfrage ist kein Auftrag.